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 10.01.2008 17:12
 
HALLO , ICH MÖCHTE GERNE WISSEN, WARUM WIRD DAS M VON "VOM" NICHT VERDOPPELT , OBWOHL BEI "BALL" AM ENDE DAS L VERDOPPELT WIRD.BEIDE VOKALE WERDEN DOCH KURZ GESPROCHEN.
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 11.01.2008 15:33
 
 bearbeitet durch rs.admin  am 12.01.2008 18:24:59
Hallo Karim!

Wenn Du das mit dem "vom" gemerkt hast such mal weiter: ab, an, am, in im ...... . Da scheint es genauso zu sein. Worin unterscheiden sich diese Wörter von Wörten wie toll, Tolle oder tollen, in denen wir den Konsonanten nach dem betonten kurzen Vokal verdoppeln?

Gruß

Tommy

ICQ: 222 499 880 Skype: thomasgoedde
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 12.01.2008 04:46
 
 bearbeitet durch rs.admin  am 12.01.2008 18:24:31
Vielleicht ist das eine der (vielen?) möglichen Antworten:

Wir (meine Klassen und ich) verfolgen die Strategie, dass ein Doppelmitlaut (= Zwilling) mit einem Silbengelenk "bewiesen" werden muss.
Also:
kommen = kom-men
rennen = ren-nen
Himmel = Him-mel
daher auch toll = tol-len, .....

Bei den Wörtern ab - an - am - in - im ....... geht das eben nicht.

Die Wörter dann - denn - wenn - dass - nimm sind so genannte "Speicherwörter": "Die muss ich speichern, da sie verdoppelt werden, aber nicht mit einem Silbengelenk bewiesen werden können."
(Man könnte über "in" diskutieren, da man es ja mit in-nen verbinden könnte.)

Gruß aus Österreich

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 12.01.2008 04:57
 
Nachsatz
Bei "vom" geht das natürlich auch nicht.
neuer Beitrag
 12.01.2008 12:29
 
 bearbeitet durch rs.admin  am 12.01.2008 18:28:32

Widtmann schrieb

Vielleicht ist das eine der (vielen?) möglichen Antworten:

Wir (meine Klassen und ich) verfolgen die Strategie, dass ein Doppelmitlaut (= Zwilling) mit einem Silbengelenk "bewiesen" werden muss.
Also:
kommen = kom-men
rennen = ren-nen
Himmel = Him-mel
daher auch toll = tol-len, .....

Bei den Wörtern ab - an - am - in - im ....... geht das eben nicht.

Die Wörter dann - denn - wenn - dass - nimm sind so genannte "Speicherwörter": "Die muss ich speichern, da sie verdoppelt werden, aber nicht mit einem Silbengelenk bewiesen werden können."
(Man könnte über "in" diskutieren, da man es ja mit in-nen verbinden könnte.)

Gruß aus Österreich


Das mit dem Doppellaut hat Karim ja schon kapiert, er grübelt aber mit Recht darüber nach, warum einige Wörter der Regel: Nach kurzem betontem Vokal im Wortstamm folgen 2 Konsonanten (Wenn ich nur einen höre, muss ich ihn verdoppeln : Zimmer, aber Zimt und nicht Zimmt) nicht folgen. Diese Regel erklärt ja auch "toll" ohne dass man die Verängerung "tol-len" bemühen muss .

Aber zurück zum Thema: Was unterscheidet Wörter wie toll, Tolle oder tollen von Wörtern wie ab, an, in ......? Na fällt der Groschen?

Tommy

ICQ: 222 499 880 Skype: thomasgoedde
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 12.01.2008 14:38
 
 bearbeitet durch Widtmann  am 13.01.2008 08:43:34
Der Groschen fällt nicht, denn:
Bei Zimmt kann ich kein Silbengelenk mit m-m finden

Was heißt bei toll bemühen "musst"?

Mit der Verlängerung kann ich jede Mitlautverdopplung beweisen - oder nicht? (Einige - wenige - Ausnahmen gibt es natürlich immer. Habe ich auch bereits geschrieben.)

Wie erklärst du denn bei z.B. kommt die Verdopplung mit mm? Warum auf einmal 3 Mitlaute?
Kannst du mir das erklären?

Danke.



Nachsatz
Warum Zimt mit 2 Mitlauten, warum aber nimmt mit 3 Mitlauten?
neuer Beitrag
 13.01.2008 10:25
 
Hallo!

Hier ist eine gute Beschreibung der Doppelung: http://www.canoo.net/services/GermanSpelling/Amtlich/LautBuchst/pgf2-5.html

Also: Zimt = kurzer Vokal + 2 Konsonanten, ich muss nicht mehr verdoppeln, da ja schon 2 Konsonanten da sind.
Da die deutsche Sprache konsonantenreich ist, ist diese "Variante" sehr häufig, quasi der Normalfall, der uns im Alltag aber nicht auffällt.

Nur dann, wenn der 2. Konsonant "fehlt", muss ich ihn einsetzen wie bei "toll": Ich höre einen Konsonanten, muss ihn aber 2x schreiben, weil der betonte Vokal im Wortstamm ja kurz gesprochen wird.

Damit ist auch klar, warum in "kommt" dann drei Konsonanten folgen. Das "t" gehört nicht zum Wortstamm, dieser heißt "komm" und da ist die Doppelungsregel ja schon erfüllt. Das "t" wird dann zur Kennzeichnung der dritten Person Singular drangehängt.

Vor diesem Hintergrund bilden dann von, an, am etc. Ausnahmen, aber diese Ausnahmen sind nicht ganz so "unordentlich" wie man annehmen könnte.
Darauf bezog sich Karims Frage... Also, was ist das Gemeinsame an diesen Wörtern?

Gruß

Tommy

ICQ: 222 499 880 Skype: thomasgoedde
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 13.01.2008 11:26
 
Hallo!

Diese Regel(n) sind doch für die Kinder im Grundschulalter (Untersuchungen belegen es) nur schwer zu verstehen. Und darum geht es. Glaubst du wirklich, dass ein Kind mit 7 Jahren jeden Wortstamm eines Wortes erkennen kann?

Weiters muss es den Wortstamm von der Nennform unterscheiden. Die Verwirrung ist vorprogrammiert.

Weg von diesen "Hilfen", die eine Denkleistung nach der anderen von 7-10-jährigen verlangen, die sie nur verwirren.

Noch einmal: Aus meiner Erfahrung können Doppelmitlaute mit der Strategie "Silbengelenk" den Kindern im Grundschulalter viel näher gebracht werden.

mfg

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 13.01.2008 15:35
 
Widtmann schrieb
Hallo!

Diese Regel(n) sind doch für die Kinder im Grundschulalter (Untersuchungen belegen es) nur schwer zu verstehen. Und darum geht es. Glaubst du wirklich, dass ein Kind mit 7 Jahren jeden Wortstamm eines Wortes erkennen kann?

Weiters muss es den Wortstamm von der Nennform unterscheiden. Die Verwirrung ist vorprogrammiert.

Weg von diesen "Hilfen", die eine Denkleistung nach der anderen von 7-10-jährigen verlangen, die sie nur verwirren.

Noch einmal: Aus meiner Erfahrung können Doppelmitlaute mit der Strategie "Silbengelenk" den Kindern im Grundschulalter viel näher gebracht werden.

mfg



Ich habe versucht, einen Denkanstoß für Karims Frage zu geben. Die Frage in welchem Alter welche didaktische Hilfe zu geben ist, habe ich nicht aufgeworfen und will ich hier nicht diskutieren. Das wäre einen eigenen Thread wert. Wir sollten uns also viielleicht wieder der Frage des Threaderöffners zuwenden....

Gruß

Tommy

ICQ: 222 499 880 Skype: thomasgoedde
neuer Beitrag
 13.01.2008 16:00
 
Hallo!

Aus welcher Sicht der Threaderöffner gefragt hat, ist nicht eindeutig.

Aber: Auch so kann man eine Diskussion beenden . . .

mfg
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