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 15.01.2007 14:22
 

Liebe Kollegen,

da es ja in Klasse 2 jetzt auch Noten geben wird, würden wir mal gern erfahren, wie ihr das den mit der Benotung im Bereich Rechtschreibung macht oder machen wollt.

Wir können hätten gern Anregungen, da wir uns darüber irgendwie überhaupt nicht klar sind.

Vielen Dank! 

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 15.01.2007 14:23
 
Sorry, das zweite n ist mir wohl entfallen!
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 16.01.2007 21:30
 

Hallo Julchen,

klasse Frage! Ich glaube, diese Frage beschäftigt zur Zeit ein ganzes Heer von Deutschlehrern in NRW. Allgemeingültige Aussagen dazu wirst du hier wohl nicht erhalten Ich möchte dir aber zwei Gedanken dazu schreiben.

Ich halte es für wichtig, innerhalb der Schule und der Jahrgangsstufe gemeinsame Vereinbarungen zu treffen. Dies hilft allen Lehrern, Kindern und Eltern dem Konstrukt Noten den Schrecken zu nehmen und es handhabbar zu machen. Mit der notwendigen Transparenz können aus meiner Sicht alle Beteiligten dann besser damit umgehen.

Schau dir doch mal das Material zum Lernentwicklungsbericht an, das Norbert Sommer-Stumpenhorst bereitstellt. Du findest es im Download unter Material - Bewertung oder hier www.rechtschreibwerkstatt.de/Download/tabid/84/DMXModule/397/Default.aspx. Dies könnte eine gute Grundlage zu einer gemeinsamen Vereinbarung sein.

Viel Erfolg bei den gemeinsamen Absprachen.

Schöne Grüße aus Münster

Gerd

 


Meine Hansajolle Flyt im Netz

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 27.09.2008 12:31
 

Hallo allerseits!

Wir bekamen nun auch in Schleswig-Holstein ENDLICH einen neuen Erlass bzgl. der Anzahl und Art von Klassenarbeiten auch im Fach Deutsch. Nun überlegen wir in der Fachschaft fieberhaft nach neuen Bewertungsmöglichkeiten im Sinne der Rechtschreibwerkstatt - soweit dies überhaupt möglich ist. Denn das Diktat an sich lässt sich offensichtlich nicht so schnell wegdenken und Noten müssen leider trotz reduzierter Anzahl der Leistungsnachweise sein.

Ich finde das Bewertungssystem aus NRW (letzte 50 Wörter im "Aufsatz" bewerten) recht interessant, kann mir aber leider immer noch nicht ganz vorstellen, wie es konkret aussieht. Eine berechtigte Frage von Kollegen war: Ein Kind, welches schon in den oberen Bereichen der RSW arbeitet, macht ja wahrscheinlich weniger "Fehler" (denn das sind es ja bei einer Bewertung), als ein Kind, welches sich noch in den unteren Zimmern befindet. Insofern ist eine Bewertungsskala für alle Kinder aus der Klasse wieder recht demotivierend. Bliebe doch also nur, auf unterschiedlichen Niveaustufen zu bewerten und dadurch doch wieder den Kindern quasi vorzugeben, welches Zimmer sie in welcher Klassenstufe zu erreichen haben? Umgekehrt soll bei einer Textproduktion ja die Kreativität gefördert werden und laufen die Schüler dann nicht Gefahr, für sie "einfache" Wörter zu verwenden, um weniger "Fehler" zu machen? Wie macht ihr das und welche Erfahrungen konntet ihr dazu sammeln?

Es wäre toll, wenn ihr mir hierzu ein paar Tipps und Infos geben könntet, um den leidigen Lernwörtern endlich den Garaus zu machen!

Liebe Grüße,

Kaja

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 29.09.2008 17:13
 

Hallo Kaja,

kannst du mal bitte etwas mehr zu den Vorgaben (Anzahl und Art der Klassenarbeiten im Fach Deutsch) sagen?

Ist die Quelle (http://lehrplan.lernnetz.de/intranet1/links/materials/1106920403.pdf), die ich mir angesehen habe, aktuell?

Mit herzlichen Grüßen

Anne

 

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 29.09.2008 18:32
 

Hallo Anne,

das ist ja nett, dass du gleich suchst. Der Lehrplan ist schon aktuell. Der neue Erlass besagt allerdings, dass wir nur noch 4 Klassenarbeiten und 2 schriftliche Leistungsnachweise pro Halbjahr bewerten müssen. Die Art der Klassenarbeiten wird von der Fachkonferenz festgeleget. Unsere Fachkonferenz (wie die meisten anderen wohl auch) hat sich auf 2 Textproduktionen und 2 Arbeiten zum Thema Rechtschreibung geeinigt. Außerdem sollen es bitte auch "Diktate" sein. Abschreibdiktate, Fehlertexte korrigieren u.ä. haben wir schon. Dennoch ist das traditionelle Diktat sehr präsent und einige Kollegen haben nun beschlossen, bis zum Halbjahr zu versuchen, eine "faire" Bewertungsstrategie auszuarbeiten, aufzutreiben,... die zur Rechtschreibwerkstatt und zum Thema "Klassenarbeit" passt.

Herzlichen Dank schon einmal für deine Mühe!

 

Sonnige Grüße,

Kathrin

 

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 29.09.2008 22:08
 
Hallo Kathrin,

Mensch, da sind die Lehrpläne in NRW ja doch schon ein ganzes Stückchen weiter. Ich hätte nicht gedacht, dass in Lehrplänen noch so ein Unsinn steht. Es werden ja genau die Arten und die Anzahlen der Überprüfung vorgeschrieben... Wenn ich den Lehrplan aber richtig gelesen habe, dann ist das Bewertungsschema nicht vorgegeben. Also ist es egal, ob Fehler gezählt werden oder aber qualitativ analysiert wird.

Mit dieser Erkenntnis wären doch die Lernentwicklungsberichte für euch genau das richtige Instrument. Ihr könnt alle beliebigen Textsorten (Diktate in den verschiedenen Formen wie im Lehrplan auf Seite 75 genannt, eigene Texte usw.) benutzen und diese wie bei einem Diagnosediktat analysieren. Mit dem Lernentwicklungsbericht erfüllt ihr dann auch die anderen Vorgaben, wie diagnostisch und ermutigend zu arbeiten,  Defizite und Erfolge deutlich zu machen, Unterricht zu planen (Lehrplan Seite 75, 1. Abschnitt).
Schau dir den Lernentwicklungsbericht und die Beschreibungen im Downloadbereich an. Hier im Forum gibt es auch schon einige Beiträge dazu.

Die letzten 50 Wörter zu benutzen, ist kein "System" aus NRW. Bei uns im Lehrplan werden keine Bewertungsinstrumente, wie Diktat oder ähnliches genannt. Es wird darauf verwiesen, dass als Grundlage die eigenen Texte der Kinder dienen. Um dies handhabbar zu machen, ist eine Idee die letzten 50 Wörter eines eignen Textes zu nehmen. Damit wären die Grundlagen für alle Kinder in etwa gleich. Dabei kommt es dann aber nicht auf die Anzahl der Verschreibungen an. Vielmehr ist es wichtig zu beobachten, welche Lernstufen das Kind schon sicher beherrscht und wo noch Übung nötig ist. Dies kann ich dann mit den Erwartungen vergleichen und dann (mit Sicherheit nur unzureichend) mit einer Note beschreiben.

Schöne Grüße aus Münster
Gerd

Meine Hansajolle Flyt im Netz

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 29.09.2008 23:25
 

Hallo Gerd,

:o) Ja, da sieht man erst einmal wie toll es in dem eigenen Bundesland ist, nicht? Aber, wie gesagt, durch den neuen Erlass wurden auch wir moderner - zumindest auf dem Papier. Und da liegt der Hase im Pfeffer. Einige von uns finden die Lernentwicklungsberichte auch toll und würde sie lieber heute als morgen einsetzen. Leider wird hier an einigen Stellen noch viel Wert darauf gelegt, dass die Note eindeutig (und wohl auch einfach) nachvollziehbar ist. Und das wird sie hiermit eben nicht. Du kannst also nicht sagen: "Fehlerdurchschnitt o.ä. liegt bei xy und daher hat Ihr Kind die Note z erreicht!" Hatte ihr so eine Art "Übergangsregelung", damit sich alle Beteiligten nach und nach daran gewöhnen konnten? Klingt vielleicht blöd, aber es ist ja nun einmal oft so und ich denke, man sollte es auch respektieren, wenn jemand nicht in ein kaltes Gewässer nach dem anderen springen möchte.

"System" war sicherlich auch zu hoch gegriffen. Dachte aber tatsächlich, dass es bei euch so vorgeschrieben sei. Nunja, es ist mit Sicherheit aber nicht die schlechteste Idee. ;o)

Auf alle Fälle werde ich noch einmal für den Lernentwicklungsbericht werben. Vielleicht hilft es ja, wenn ich deine Argumente hinzufüge. :o)

Vielen Dank für die Unterstützung!!

Herzliche Grüße,

Kathrin

 

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 30.09.2008 20:52
 
 bearbeitet durch ANNEK  am 30.09.2008 20:56:45

Liebe Kathrin,

in der Tat, der Lernentwicklungsbericht hat eine Menge Potenzial. Es ist aber wichtig, sich dafür Zeit zu nehmen und in der Fachschaft / Fachkonferenz Deutsch die Überlegungen vorzustellen. Dann wäre es hilfreich, wenn es mindestens zwei Kollegen / Klassen gäbe, die - im Auftrag der Fachkonferenz - Erfahrungen mit dem Entwicklungsbericht sammeln könnten, die es zu einem vorher festgelegten Zeitpunkt auch wieder vorzustellen gilt. Somit könnten vielleicht noch mehr Kollegen Einblicke gewinnen, ihre Praxis aufgrund eurer Erfahrungen überdenken.

Manchmal habe ich den Eindruck, dass wir immer wieder - da nehme ich mich nicht aus - nach fertigen Lösungen suchen. Schaut doch auch danach, was eure Kinder und ihr zum Arbeiten braucht. Außerdem ist es sehr wichtig, um nicht mit sehr viel Widerstand arbeiten zu müssen, eher viele Schultern zu suchen, die eine Sache tragen.

Übrigens bietet euer Lehrplan doch viele Punkte, die ihr auf jeden Fall nutzen solltet: Auf S. 73 konnte ich zum Thema "Diktate" nachlesen: "Differenzierte Diktate berücksichtigen durch das Variieren der Textlänge und des Schwierigkeitsgrades die individuelle Leistungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler..."

Na, was wollen wir mehr? Dann schreibt ihr u. a. differenzierte Diktate: Wenn ihr die Ziele (mit Hilfe des Lernentwicklungsberichtes) für die einzelnen Klassenstufen abgesteckt habt, dann habt ihr äußere Grenzen, die erst einmal als Ziel für alle Kinder in Klasse xy gelten. Um die Kinder aber nicht zu überfordern (siehe euer Lehrplan), könntet ihr Diktate schreiben lassen, die die verschiedenen Lernstände der Kinder und die Prinzipien der Rechtschreibung berücksichtigen:

a) Kinder, die im Bereich UW-LD arbeiten, schreiben einen Text, der weitgehend lautgetreue Wörter enthält.

b) Kinder, die im Bereich UW-LV arbeiten, schreiben einen Text, der über die o. g. Anforderungen hinausgeht. Dieser Text wird um LV-Verschreibungsmöglichkeiten erweitert.

c) Kinder, die schon bis WA gekommen sind, bekommen einen Text, der alle Schwierigkeiten bis WA (Konkreta und ggf. Abstrakta) enthält.

Die Abschreibtexte bieten diese Voraussetzungen an, aber es macht auch Spaß (und Arbeit :-), solche Texte selbst zu erstellen, keine Frage. Aber so können Kinder und Lehrer auch einmal per Partner-/Diktat (s. S. 75!) Lernstände dokumentieren.

Da die Länge der Texte vorgegeben ist (80-100 Wörter), gibt es auch hier eine Obergrenze. Die Bewertung bewegt sich dann nur innerhalb dieser Prinzipien.

Das genaue Analysieren verschiender Anforderungen (Analysetexte, Textproduktionen [siehe LP], HA) zeigt auch oft unterschiedliche Ergebnisse. Auch aus dieser Übersicht lassen sich interessante Schlussfolgerungen ziehen. Auch diese (manchmal höchst unterschiedlichen) Ergebnisse solltet ihr dokumentieren, um in einen Förderplan (Gibt es so etwas in Schleswig-Holstein?) einzusteigen.

Im Übrigen braucht Schule immer Menschen, Kathrin, die neue Wege gehen, bei denen du aufmerksam beobachtest und auch mal sagen kannst: "Ja, das hat sich gelohnt!" / "Nee, das war Mist!"

Gutes Gelingen

Anne

 

 

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 01.10.2008 06:55
 

Guten Morgen Anne,

nachdem ich mir eure Ideen noch einmal ganz ausführlich angesehen habe, muss ich sagen: Auf geht`s! :o)

Ich werde berichten, wie es uns ergangen ist. Zumidnest das habt ihr euch verdient!!

Liebe Grüße von der Westküste,

Kathrin

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 09.09.2010 15:44
 

 Liebe Kollegin,

auch ich habe dieses Jahr eine 2. Klasse und werde demnächst eine kleine Kontrolle im Bereich der Rechtschreibung vornehmen. Dazu werde ich die Anforderungen in Punkte umrechnen, um so vielleicht ein objektives Bild erhalten zu können. Vielleicht hilft diese Idee weiter.

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