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 17.04.2010 15:05
 

 Liebe Leser,

Berichtigungen rufen bei Schülern, Lehrern und Eltern wohl eher sehr gemischte Gefühle hervor. 

Für den Großteil meiner Schüler habe ich einen Weg gefunden, um an der rechtschriftlichen Korrektur sinnvoll zu arbeiten. Diesen Weg möchte ich, weil die Schüler ihre Berichtigung individuell und in verschiedenen Sozialformen schaffen können, vorstellen.

In der Regel gebe ich nach der Korrektur der Aufsätze folgende Seite aus:

 

 

Zähle deine Rechtschreibfehler in der Arbeit Nr. 4 (Lektüre) aus:

 

UW

 

 LB

 

LD

 

LV

 

WA

 

WU

 

WZ

 

SA

 

SW gesamt

 

davon das(s)-Schreibung

 

SZ gesamt

 

davon fehlende Satzzeichen*

 

davon falsche Satzzeichen

 

davon fehlende Großschreibung am Satzanfang**

 

AF

 

 

 

 

Aufgaben zur Rechtschreibung: (Vorarbeit für die Kleingruppenarbeit)

 

1) Begründe alle WA-Fehler so: groß-größer-am größten; der Missbrauch-Plural gibt es nicht; wegschauen: ich schaue weg, du schaust weg, er schaut weg

 

 

 

 

2) Begründe die das(s) Schreibung so:

 

 

a) Er sah das Mädchen. – Artikel (bezieht sich auf Mädchen)

b) Er sah das Mädchen, das er gestern kennen gelernt hatte. – Relativpronomen (rückbezüglich für Mädchen)

c) Jemandem dein Geheimnis erzählen? Das hättest du wohl gerne. Demonstrativpronomen

d) Ich glaube dir nicht, dass Michael dich missbraucht. Konjunktion- Einleitung eines Nebensatzes

 

3) Begründe die fehlenden Satzzeichen* mit Hilfe der Satzzeichenarbeit, Teil 1, Aufgabe B

 

4) Warum habe ich dir die fehlende Großschreibung am Satzanfang** markiert? Was hättest du anders machen müssen. Warum?

In den Aufsätzen analysiere ich qualitativ. Die Auszählung übernehmen die Schüler immer selbständig. Da sich nach meiner Erfahrung in den Bereichen SW die das(s) Schreibung häuft bzw. bei SZ die fehlenden Satzzeichen, übernehmen die Schüler hier noch einmal eine Differenzierung.

Das klappt sehr problemlos.

Anschließend übernehmen die Schüler die Berichtigung (wie unten dargestellt: Aufgaben 1-4) zu Hause bzw. noch in der Stunde. Sie konzentrieren sich dabei immer auf die Stellen, in denen die größten Schwierigkeiten auftauchen. Sollte es Schüler geben, die in den Bereichen Schwierigkeiten haben, die nicht mit 1-4 abgedeckt werden, gibt es andere Verabredungen. Diese Verabredungen kennzeichne ich ebenfalls auf diesem Zettel. Natürlich können die Schüler diese Verabredungen vornehmen. In der Regel mache ich ihnen jedoch einen Vorschlag.

Wenn die Schüler ihre Berichtigung vorgenommen haben, gehen sie am nächsten Tag in die PA oder in die Kleingruppenarbeit. Sie besprechen untereinander ihre Lösungen. Wenn Korrekturen zu korrigieren sind, nehmen sie einen zweiten Zettel, notieren Partner und die neuen Lösungsvorschläge. 

Erst dann lese ich die Korrekturen ggf. noch einmal. Um die Kinder darin zu stärken, die Lösungen nach ihrer KGA nicht mehr von mir durchsehen zu lassen, ist es unser Ziel, dem Lehrer nur noch dann die Mappen abzugeben, wenn konkrete Fragestellungen in der KGA aufgetreten sind, die die Gruppe nicht lösen konnte.

Dies ist jedoch noch der Prozess, an dem wir arbeiten, weil die Schüler - gerade in der Hauptschule - noch intensiver begleitet werden müssen. Hier sind die Maßnahmen - jedoch innerhalb dieses oben beschriebenen Rahmens - sehr individuell zu verabreden. Aber auch das klappt. 

So habe ich oft Schüler, die z. B. keine Lust mehr haben, nicht mehr korrigieren wollen. Dann versuche ich mit ihnen, oft gemeinsam mit einer zweiten Kollegin , einen nächsten Schritt zu finden. Dieser fällt dann viel kleiner aus als oben, aber es ist der nächste Schritt.

Zum Abschluss der Berichtigung kennzeichnen die Schüler ihre Bereiche, die sie bei der nächsten Arbeit / Veröffentlichung besonders intensiv beachten wollen. Dann liegt dieser Zettel auf jeden Fall bei der nächsten D-Arbeit neben dem Duden! 

Die Zweitkorrektur findet  auf jeden Fall am Tag nach der D-Arbeit statt. Der o. g. Zettel und ein Rechtschreib-WB sind konkrete Hilfsmittel, die keiner mehr missen möchte.

Mit sonnigen Grüßen

ANNEK

 

 

 

 

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